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Wurlitzer 3500 Zodiac von 1971

Eine Jukebox ist ein Warenautomat, der durch den Einwurf von Münzen (früher ein bzw. zwei Groschen) Musik abspielt. Im IT-Bereich bezeichnet der Begriff Massen-Speichergeräte.

Eine Jukebox kann zwischen 8 und 120 Platten beinhalten (Schellackplatten, Singles bzw. ab den Achtzigern CDs), aus denen man sich durch den Münzeinwurf und über eine aus Buchstaben und/oder Zahlen bestehende Tastatur einen Titel aussuchen konnte. Die traditionelle Jukebox, etwa von Firmen wie Wurlitzer, J. P. Seeburg oder AMI (Automatic Musical Instrument Corp.) waren am oberen Ende abgerundet und besaßen an den Seiten bunte, von hinten beleuchtete Kunststoffpilaster (40er Jahre). In den 50er Jahren wechselte das Design zu Chrom und Glas und Ähnlichkeiten zum Auto-Design waren sichtbar (Heckflossen, Panoramascheiben, Cadillac-Rücklichter usw.).

Eine der Faszinationen an den Jukeboxen war die einsehbare Greif- und Abspielautomatik bis Anfang/Mitte der 60er Jahre; danach verschwand sie zunehmend hinter den Titelhaltern bzw. einer bunt bedruckten Glasscheibe.

Geschichte Bearbeiten

Das Wort Jukebox kommt aus dem kreolischen Sprachraum und leitet sich von jook bzw. juke ab, das humorvoll obszöne Musik, Tanz oder Sprache heißt. Nach einer anderen Variante gingen die Sklavenarbeiter in den Baumwollfeldern nach der Arbeit zu den sog. jute-joints, um sich vom Alltag zu erholen. Aus jute wurde dann später juke.

Die Vorgänger der Jukebox, auch „Groschengrab“ genannt, war der automatische Phonograph, ein Musikautomat, der Musik von einer Wachswalze abspielte. Diese wurden ab 1889 in größeren Mengen produziert. Die ersten Phonographen konnten nur kurze, meist zweiminütige, Stücke in schlechter Qualität abspielen. Das steigerte sich später durch die Erfindung der Schellack-Platte, die die Länge auf rund drei bis dreieinhalb Minuten steigerte. Diese Länge hat sich seither eingebürgert und ist zur Standardlänge heutiger Musikstücke avanciert. In den 1930er und frühen 1940er Jahren wurde offiziell die Bezeichnung „Coin-Operated Phonograph“ verwendet; erst ab 1946 setzte sich mit dem Modell AMI A (Mother of Plastic) der Begriff Jukebox durch. In den 1940er Jahren setzte sich die Schellack-Platte als haltbareres Speichermedium durch. In den 1950er Jahren kam die Jukebox nach Deutschland (mitgebracht von den in Deutschland stationierten GIs), wo sie im Zuge des Rock ’n’ Roll und Interpreten wie Elvis Presley oder Bill Haley den Durchbruch schaffte.

Siehe auch: Scopitone

Bilder Bearbeiten

Siehe Galerie.

Weblinks Bearbeiten

Dieser Artikel basiert auf dem Artikel „Jukebox“ aus der freien Enzyklopädie Wikipedia in der Version vom 26. Mai 2007 (Permanentlink) und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.

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