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Reparatur Ratgeber für Rock ola 1494 ( 1484 )Behebung von Störungen

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Reparatur des Münzprüfers

hier ein paar Tips zum Zerlegen, Reinigen und Revidieren des Kreditwerkes, das gilt für alle Rock ola Typen, die über diese Einschreibeeinheit verfügen.

Das Werk besteht aus einem 3 teiligen Satz von Zahnrädern, welche durch ein Federwerk über eine durchgehende Welle angetrieben werden. Des weiteren sind 3 Spulen zur Uebertragung der elektrischen Impulse vorhanden, welche über 3 Hebel in Funktion gebracht werden. Die genaue Funktion des Creditwerkes wird in der gängigen Literatur sehr gut beschrieben.

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Credit Unit in ausgebautem Zustand


Mechanisch- elektrische Defekte

Sollte nach dem Einwerfen einer Münze keine Einschreibung im Werk erfolgen, könnten folgende Fehler vorliegen: 1. Der Münzprüfer funktioniert nicht, oder es wurden falsche Münzen eingeworfen.

2. Die Kontakte unterhalb des Münzprüfers funktionieren nicht

3. Eine Sicherung ist durchgebrannt

4. Die Spulen innerhalb der Einschreibemechanik sind defekt

5. es liegt ein mechanischer Defekt im Einschreibewerk vor ( Federbruch )

1. Münzprüfer

An und für sich sind die Münzprüfer für die Ewigkeit gebaut und es gibt selten Störungen oder mechanische Defekte. Falschgeld kann sich manchmal verklemmen, lässt sich aber in der Regel mit der Reject Taste auswerfen. Vielleicht aber hat sich im Münzprüfer, vor allem wenn er noch nie gereinigt wurde, Fett, Nikotin und Schmutz angesammelt. Das kann dazu führen, dass die Münzen nicht sauber durchlaufen und auf die entsprechenden Kontakte fallen. Somit wäre bei verklemmten Münzen der Münzprüfer aus zu bauen und die Störung zu beseitigen. Wenn der dann schon draussen ist, sollte er gleich einer gründlichen Reinigung unterzogen werden. Der Profi, legt das Gerät in den Ultraschall Reiniger, aber auch mittels Bref und Geschirrspülmaschine funktioniert die Sache. Einsprühen mit Bref, dann mittels Zahnbürste abbürsten und in heissem Wasser klarspülen, oder wie erwähnt in den Geschirrspüler damit. Anschliessend sollten alle beweglichen Teile in paar Tropfen Balistol bekommen, damit sie leichtgängig funktionieren. Probedurchlauf mit jeder Münze ausführen, wenns rundläuft fallen die Münzen wieder sauber durch ihre Bahnen.

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Kontakthebelchen, Coin Switch

2. Kontakte unterhalb des Münzprüfers

Unterhalb des Münzprüfers befinden sich die Kontakte, wenn dort die Münzen entsprechend drauf fallen, wird das Signal ausgelöst für die entsprechgende Anzahl einzuschreibender Titel. In einigen Boxen gibt es 4 Kontakthebelchen, bei einigen jedoch nur 3, wie bei der hier beschriebenen. Die 3 oder 4 Kontakte werden gereinigt und mittels Durchgangsprüfer auf einwandfrei Funktion getestet. Defekte Kontakt werden ausgetauscht-repariert. Anschliessend werden die Verbindungen von den Schaltern zur Kontakleiste ( oberhalb rechts der Coin Switch zu finden ) ausgemessen üm sicher zu stellen, dass hier keine Kabelbrüche vorhanden sind. Dies kann durchaus möglich sein, da der Münzprüfer an den Kabeln scheuern und eine Beschädigung verursachen kann. Anschliessend werden dann von der Schraubverbindungs Leiste die einzelnen Drähte bis zum Stecker ausgemessen und überprüft. Defekte Leitungen ersetzen oder reparieren.

Anmerkung: der äusserste Hebel der Coinswitchkombination ist für den kleinsten Münzwert 10, der mittlere für 50 und der letzte, also der rechte, für den grössten Münzwert 1.-- geschaltet.

Vom 6poligen Stecker führt die Verbindung dann mittels Buchchse direkt in die Credit Unit auf der linken Seite, hinterhalb des Freispielschalters.


3. Sicherungen durch gebrannt

Eigentlich sollten bei einer Störung immer zuerst die Sicherungen überprüft werden und erst dann weitere Arbeiten ausgeführt werden. Defekte Sicherungen also unbedingt mit gleichen austauschen ( nicht nur optische Prüfung, sondern mit dem Messgerät ausmessen ). Findet sich eine oder mehrere defekte Sicherungen, ist das schon ein Indiz dafür, dass etwas überlastet war und die Fehlerquelle wird somit auch schneller eruiert. Wichtig ist hier natürlich, dass man über die nötigen Schaltschemas verfügt.


4. Die Spulen innerhalb der Einschreibemechanik sind defekt
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abgeschmorter Lötkontakt bei durchgebrannter Spule

Funktioniert nach all den obigen Ueberprüfungen immer noch nichts, so kann es wie bei meiner Box passiert, um eine durchgeschmorte Spule handeln. Hier hilft nur noch der Ausbau der Credit Unit um die Spule zu ersetzen.

Bei einigen Boxen wurden zusätzlich paralell zu den Spulen noch Sperrdioden eingebaut.


Die Spulen haben einen Widerstand von 51-52 Ohm, die Drahtlänge ist 74 Meter, Durchmesser des Kupferdrahtes 0,12mm

Demontageanleitung nachstehend



5. mechanischer Defekt im Einschreibewerk vor ( Federbruch )


Oftmals kann es auch passieren, dass eine Feder sich ausgehängt hat, oder sogar ein Federbruch die Ursache ist, dass der Credit nicht eingeschrieben wird. Auch hier muss dann die Credit Unit ausgebaut, zerlegt und Repariert werden. Sehr wichtig ist in diesem Zusammenhang, dass nur Federn der gleichen Stärke verwendet werden, höhere oder kleinere Zugkräfte beinträchtigen die optimale Funktion der mechanischen Abläufe, bis hin, dass nicht richtig eingeschrieben wird, da die Zahnräder mangels Federzug durchrutschen können.


Demontage, Zerlegung, Reinigung, Einbau

Nach dem Ausbau der Einheit werden zuerst die Zuleitungen abgelötet ( hier wäre als Beleg ein Foto für die spätere Montage angebracht. Wie erwähnt, sind manchmal auch paralell zu den Spulen und in eigigen Fällen sogar Widerstände eingelötet. Sinn und Zweck dieser Bauteile, bleibt ein Rätsel, denn es funktioniert wie bei meiner 1494 er auch ohne ( so wenigstens im Urzustand ).

Nach dem Ablöten werden die 2 auf der Rückseite befindlichen Schrauben entfernt und die Mechanik kann vorsichtig nach vorne weg gezogen werden. Zwischen Chassis und Mechanik sind 2 Unterlagscheiben, die unbedingt dann auch wieder montiert werden sollten.

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ausgebautes Werk


Von oben sind die 3 Kontakthebel ersichtlich und daran sind die kleinen Federn montiert, diese werden vor der weiteren Zerlegung zuerst ausgehängt, Geht am besten mit einer Nadel, wichtig dabei, dass diese dabei nicht überdehnt werden.Die Einheit kann nun demontiert werden in dem zuerst die beiden Klemmsicherungen vorsichtig entfernt werden. Anschliessend wird die Mutter entfernt und die beiden Kreuzschlitzschrauben, die Reihenfolge spielt hier keine tragende Rolle.
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entfernter Getriebedeckel ( mit Distanzring )













Im nächsten Schrit wird der Deckel abgehoben und die darunterliegende Aufhängung für die 3 Federn entfernt. Anschliessend können die Kontakthebelchen herausgenommen werden, hierbei ist darauf zu achten, dass die rotbraunen Zwischenstücke nicht verloren gehen.

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Halterung für die 3 Federn

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Halterung für die 3 Federn

















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ausgebautes Spulenpaket

Nun kann das Spulenpaket aus der Platine entfernt werden









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1. Zahnrad vor dem Ausbau

Entfernen des 1. Zahnrades, hier muss zuerst die Zugfeder vorichtig am hinteren Bolzen abgezogen werden, aber nur so, dass die Feder aus der Nut kommt. Ja nicht über die gesammte Welle hochziehen. Jetzt das Zahnrad abziehen und paralell dazu die Feder von der Welle nehmen.









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2. Zahnrad vor dem Ausbau

Vor dem Entfernen des 2. Zahnrades muss zuerst die Sicherung ( Federklemme ) entfernt werden. Anschliessend analoges Vorgehen wie beim 1. Zahnrad.








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3. Zahnrad vor dem Ausbau

Dieser Vorgang wird nun auch beim 3. Zahnrad gemacht. Hier muss zusätzlich noch die Mutter auf der Rückseite der Platine entfernt werden. Dabei ist darauf zu achten, dass die aufgerollte Zugfeder nicht aus der Trommel fliegt, die Welle mit aufgelötetem Zahnrad entnommen wird.






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3. Zahnrad abgeschraubt

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3. Detailansicht







Eine Detailansicht des zerlegten Federzug Antriebs. Sollte die Feder gebrochen sein, so muss sie entsprechend repariert oder ersetzt werden. Bei einer Reparatur ist darauf zu achten, dass es sich um Federstahl handelt, der nur durch entsprechende Techniken bearbeitet werden kann. Meistens sind jedoch die Enden der Ferden abgebrochen und lassen sich mit etwas Geschick wieder herstellen. Auf jeden Fall ist darauf zu achten, dass hier so wenig wie möglich von der Feder entfernt wird. Die kleine Einhängeöse am äusseren Ende der Feder kann sehr gut mit einer Dremel mit Diamantschleifeinsatz passgenau hergestellt werden. Die innere Befestigung, welche U-förmig gebogen ist, kann nur mittels ausglühen der Feder und gleichzeitiger Biegung im glühenden Zustand bewerkstelligt werden. Vorsicht jedoch, dass hier nur der Teil der Biegung erhitzt wird und die restliche Feder nicht mit der Flamme in Berührung kommt ( verliert durch Ausglühen-erhitzen die Federwirkung ).







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3. Ratschenhebel mit Feder

Am Ende der Zerlegung bleibt noch der Ratschenhebel mit der Zugfeder übrig und kann entnommen werden. Auch hier ist darauf zu achten, dass die Feder nicht überdehnt wird. Ist die Feder beschädigt, muss sie logischerweise ersetzt oder wenn möglich repariert werden. Auch hier der Hinweis, dass es immer gleichwertige Federn mit gleicher Zugkraft-Federwirkung verwendet werden sollen.

Um Federn auf Zugkraft zu überprüfen, benötigt man eine Federwaage, manchmal findet mal diese Geräte bei ebay. Geht aber auch, wenn man beim Uhrmacher mal anfragt, dort bekommt man in der Regel auch so kleine Federn ( Uhrmacher für Stand, Wanduhren, nicht für Armbanduhren )







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3. Auslegeordnung

Ich habe mir angewöhnt, immer in der Reihenfolge der Demontage, eine Auslegeordnung zu machen, auch wird jeder Schritt fotografiert und dokumentiert. So finden sich beim Zusammenbau alle Teile wieder und können richtig eingesetzt werden.


Die Teile werden alle gereinigt und ganz leicht eingeölt ( die Uhrwerksfeder jedoch sollte nur mit Silikonöl abgerieben werden). Der Zusammenbau erfolgt in umgekehrter Reihenfolge und es gibt nur 1 Punkt zu beachten der wichtig für die Funktion des Federzugwerkes ist: Setzen sie die Feder ins Gehäuse und stecken die Welle in die Platine, jetzt müssen 2-3 Umdrehungen Vorspannung auf die Feder, sprich, die Feder muss aufgezogen werden. Etwas Fummelige Angelegenheit, aber mit ruhiger Hand gelingt das schon. Anschliessend Sicherungsring und Mutter drauf. Probieren ob sich das Zehnrad leicht dreht und genügend Federzug hat.

Nach dem Zusammenbau, alles auf einwandfreie Funktion überprüfen und jedes Zahnrad betätigen. Läuft alles perfekt sauber, kann das Werk wieder eingebaut werden.


Tipp: bevor das Werk eingebaut wird, sollten gleich alle Kontakte gereinigt und ausgemessen werden, geht besonders gut, da jetz die Kontakte frei zugänglich sind.


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Anschlussbelegung

Auf diesem Foto ist noch die Anschlussbelegung der 3 Spulen. Das Massekabel wird direkt mit dem Gehäuse des Federwerkes verbunden ( ein Ringöse ist am Kabel und wird unter der äussersten Kreuzschlitzschraube montiert.








Wie im Rock ola Handbuch beschrieben, werden die einzelnen Credits über die beiden äusseren Zahnräder eingestellt. Das unterste lässt sich nicht " programmieren " und schreibt nur 1 Spiel ein. Das mittlere Zahnrad ist für die mittleren Münzwerte und das äusserste, für die grössten Münzwerte bestimmt. Auf diesen beiden Zahnrädern gibt es ein Blech, mit aufgebogener Oese um die Programmierung " einzustellen. Mit einen Stift wird durch die Oese das Federblech leicht angehoben und das Zahnrad kann verstellt werden, je nachdem wie viele Titel bei entsprechender Münze programiert werden sollen. Normalerweise erfolgt die "logische" Einstellung wie folgt:

kleinster Münzwert 1 Spiel, 10er Münze ( fixe Stellung ) unten

mittlerer Münzwert 3 Spiele, 50 iger Münze ( lässt Einstllungen zu ) mitte

grösster Münzwert 7 Spiele, 1 Euro Münze ( lässt Einstellungen zu ) oben

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3. Einstellen der Credits

Hebe also die Oese etwas an, danach drehst Du das Zahnrad im Gegenuhrzeigersinn ( von Dir weg ) bis zum Ende. Unterhalb des Federbleches sind kleine Löcher und die sind dazu da, die Kredite zu programmieren. Willst Du jetzt für die Münze mit Mittelwert 3 Spiele, dann verstell das Blech um 3 Löcher nach vorne, sprich: Oese anheben, 3 Löcher bewegen, jetzt Zahnrad im Uhrzeigersinn drehen.


Analog verfährt man mit dem obersten Zahnrad, zuerst auf Nullposition und danach für 7 Löcher verschieben, somit sind 7 Titel wählbar.



Das so revidierte Werk kann eingebaut und angeschlossen werden.








Es kann keine Wahl getätigt werden

folgendes Problem: Nach dem Einwurf einer Münze hört man deutlich, dass die Münze erkannt wurde und der Write-In Hebel entsprechend der Münze ( 1, 3 oder 7 Credits )einschreibt. Demzufolge wäre die Funktion der Spule also in Ordnung. Auch die Anzeige " Wähle " leuchtet und funktioniert. Im Normalfall müsste nun die Lock Bar Solenoid Spule in der Tastatur Strom bekommen und es kann gewählt werden. Nach der Wahl müsste nun das Write-In Relais anziehen und eine Credit abbuchen und paralell dazu müsste nun der Write-In Motor anlaufen um die Pins zu setzen.

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Lock Bar Solenoid

Das war jedoch nicht der Fall und ich suchte nach der Lösung des Problems. Als erstes habe ich wie immer die Sicherungen durchgemessen, alle waren in Ordnung, auch die 3 A welche für diesen 25 VAC Stromkreis zuständig ist, war OK. Da ich selbst nicht mehr weiter wusste suchte ich Hilfe bei einem Fachmann, welcher ebenfalls eine 1494 sein Eigen nennt. Entsprechend seiner Anweisung überprüfte ich an der Tastatur Solenoidspule ob da die 25VAC zu messen sind ( sind die da, ist der Attract Delay Kontakt geschlossen und in Ordnung ), dazu mit dem Messgerät einmal direkt an Masse-Gehäuse und mit dem anderen Kontakt an der Spule messen. Als nächstes eine Verbindung - Brücke mit demn gelb-schwarzen Draht vom Reset Switch ( ist der weisse Knopf oben auf der Box ) gegen Masse machen. Es kann nämlich durchaus sein, dass der Reset Switch Kontaktprobleme macht ( evtl. klemmt und der Kontakt geschlossen ist ). Zieht die Spule nun nicht an, da liegt der Fehler im Reset Switch und dieser sollte kontrolliert werden. Zieht die Lock Bar Solenoid jedoch an, dann liegt der Fehler in der Verbindung-Drähte zur Accumulator Box. Hier sollten dann die Kontakte ( Accumulator Credit Switch ) alle ausgemessen und überprüft werden.

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Reset Schaltkontakt von unten betrachtet

All die obigen Punkte habe ich peinlichst genau ausgeführt, alles ausgemessen, gereinigt und geprüft. Leider jedoch konnte immer noch keine Wahl getätigt werden.

Rein per Zufall jedoch ging ich nochmals die Sicherungen durch und ich glaubte es kaum: Ich wollte die zuvor ausgemessene 3 A Sicherung nochmals überprüfen und als ich diese herausdrehen wollte gab es ein lautes Knacken von der nun plötzlich mit Strom versorgten Lock Bar Solenoid in der Tastatur. ?????. Habe die Sicherung ausgemessen, IO, wieder eingeschraubt, kein Kontakt mehr.

Fehlerursache: Korodierter Sicherungshalter

Fehler also gefunden, Sicherungshalter gereinigt und seither läuft alles wieder.




Tastenveriegelung funktioniert nicht Nach dem Einwurf einer Münze wird über den Münzprüfer und das Write-In Relais der Lock Bar Solenoid mit Strom versorgt. Anschliessend wird die gewünschte Platte über die Tastatur gewählt. Es ist dabei egal ob Buchstaben oder Zahlentasten gedrückt werden. Beim drücken der ersten Taste wird das Gestänge innerhalb der Tastatur bewegt und wird über eine Nocke eingerastet. Dies funktioniert allerdings nur, wenn der Lock Bar Solenoid angezogen ist, sprich mit Strom versorgt wird ( 25 VAC ). Um die Titelwahl zu beenden muss nun die zweite Taste gedrückt werden und ebenfalls mit der Nocke am Gestänge einrasten. Anschliessend wird über den Write-In Motor der Pin gesetzt und es können weitere Musktitel gewählt werden, so lange es noch eigeschriebene Credits gibt.

Bei meiner Box gab es da aber Probleme und die Tasten, genauer gesagt, die ganze Zahlenreihe, lies sich nicht mehr einrasten und die Tasten wurden nicht verriegelt. Ein Wahl war deshalb nur noch möglich, in dem die Taste so lange gedrückt wurde, bis ein lautes Knacken des Lock Bar Solenoid den einschreibe Vorgang akustisch bestätigte.

Von der elektrische Seite her betrachtet war alles in Ordnung, denn sonst wäre eine Wahl nicht möglich gewesen. Bleibt somit nur noch ein mechanisches Problem als Ursache für die Störung. Das Gestänge besteht aus 2 Stangen die sich gegeneinander verschieben und beim Drücken der Taste in einem L förmigen Rasterausschnitt einrasten und dortso lange festgeklemmt bleiben, bis der Lock Bar Solenoid angezogen bleibt. Nach dem Einschreiben in der Pinbank fällt das Solenoid wieder ab und gibt den Nocken wieder frei. Das Gestänge muss also unbedingt auf freien Lauf und Verbiegungen hin kontrolliert und gegebenen Falls, gerichtet werden. Ist optisch alles in Ordnung und leichtgängig, werden die Federn kontrolliert, Ausserhalb befindet sich auf jeder Seite der beiden Tastaturen eine Zugfeder, ebenso befindet sich eine dritte Feder unterhalb des Solenoid. Wiederum durch einen Tipp, konnte ich den Fehler sehr rasch beheben, war es zum Glück nur die Feder ausserhalb der Tastatur, die im Laufe der Zeit an Zugkraft verloren hat. Mir wurde geraten, wenn ich schon die Feder ersetzen muss, sollte ich dies dann gleich auch auf der anderen Seite machen und zwar mit gleichstarken Federn, wie sie ursprünglich eingesetzt waren. Woher nimmt man dann aber auf die Schnelle nur 2 Federn her, die obendrein noch der Zugkraft der alten Federn entsprechen sollten? Bestellen, für mich nicht machbar, da das Porto und Kleinmengenzuschlag ein vielfaches kosten wird. Somit zum Modellbau Geschäft um die Ecke, alte Feder dabei und mit Hilfe des Fachmans 2 neue Federn gekauft, die um 4 Gramm höhere Zugkraft hat als die alten Feder.

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Zugfeder am Hebelgestänge, beidseitig der Tastatur

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gut zu Erkennen die L-förmige Raste


Eingebaut und siehe da, die Tasten rasten nun wieder einwandfrei ein. Auf ein Nachfeilen der L-förmigen Raste konnte ich also getrost verzichten, da diese an der Ecke noch nicht abgenützt war.





Manchmal hingegen bleibt hier der Griff zur Schlüsselfeile die einzige Möglichkeit, die Raste wieder winklig zu befeilen, also die Rundung zu entfernen. Dies ist aber wirklich nur dann angebracht, wenn auch nach dem Ersetzen der Feder, die Taste immer noch nicht einrastet.




Platte wird sofort zurück gelegt

Nachdem eine Münze eingeworfen wurde, erfolgt die Wahl entsprechend der getättigten Eingaben über die Tastatur. Die Funktionen laufen alle regulär ab, nur das die Platte nicht abgespielt wird, sondern gleich wieder zurück ins Magazin gelegt wird. Dieser Vorgang wiederholt sich dann entsprechend der eingeworfenen Münze und der dadurch eingeschriebenen Titel, anders ausgedrückt, es werden solange Platten aufgelegt-zurückgelegt, bis der Kredit aufgebraucht ist.

Ursachen: Kontaktprobleme-Kabelbrüche-schlechte Lötstellen, defekte Mikroschalter

Behebung:



Text und Bilder von: soderica, B. Hostettler

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