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Scopitone bezeichnet eine Art der Jukebox, wie sie in der Zeit von 1959 bis 1978 vor allem, aber nicht nur in französischen Gaststätten anzutreffen war. Die Besonderheit der Scopitones bestand darin, dass sie nicht allein Musikstücke, sondern auch - über einen Bildschirmaufsatz - vertonte Filme, die Vorläufer der heutigen Videoclips, abspielten.

Diese ungefähr dreiminütigen, farbigen Musikfilme, von denen ungefähr 1500 Varianten hergestellt wurden, waren auf 16-Millimeter-Material mit Magnettonspur hinterlegt. Die Produktionskosten der Filme waren äußerst gering, trotzdem wurden Effekte erzielt, die modernen Videoclips ebenbürtig waren. Oft hatten die Interpreten nicht mehr als zwei Stunden Drehzeit zur Verfügung.

Auch in Deutschland verbreiteten sich Scopitones allmählich und spielten dort beispielsweise Stücke der Kessler-Zwillinge ab. Über Großbritannien gelangten die Geräte schließlich in die USA, wo erste Scopitones 1964 in einigen New Yorker Bars zu finden waren.

Bereits gegen Ende der 1960er Jahre sank die Popularität der Scopitones allgemein deutlich, bis die Produktion geeigneter Filme 1978 eingestellt wurde.

Das im Jahr 2006 einzige verbliebene Scopitone, das der Öffentlichkeit in den USA noch zugänglich ist, soll sich im Belcourt Theatre in Nashville, Tennessee befinden.

Dieser Artikel basiert auf dem Artikel „Scopitone“ aus der freien Enzyklopädie Wikipedia in der Version vom 22. September 2006 (Permanentlink) und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.

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